Forschung, die in unsere Arbeit einfließt

Beide Gründer forschen an der Universität Hildesheim, unter anderem zu Chatbots, generativer KI und sozialen Robotern. Hier finden Sie ihre Veröffentlichungen.

Referentin hält vor Publikum einen Vortrag auf einer Fachkonferenz

2026

  1. Designing Conversational Agents for Search String Development in Literature Reviews

    Daniel Bierschwale, Phillip O. Gottschewski-Meyer, Thorsten Schoormann, Ralf Knackstedt

    Communications of the Association for Information Systems 58

    Gute Suchstrings sind die Grundlage jeder systematischen Literaturrecherche, doch gerade Nachwuchsforschenden fällt ihr Aufbau schwer. Nach dem Ansatz der Design Science Research entsteht STRINGI, ein Chatbot, der Schritt für Schritt durch die Entwicklung eines Suchstrings führt. STRINGI setzt 22 Gestaltungsmerkmale für die Suchstring-Entwicklung per Prompt Engineering um. Der Beitrag beschreibt, wie sich solche Merkmale systematisch in Prompts übertragen lassen.

    DOI 10.17705/1CAIS.05840

  2. E-Guide-Entwicklung für das Lernen in Gruppen – inspiriert durch WOL™: Ein Zwischenbericht

    Ralf Knackstedt, Daniel Bierschwale, Paul-Ferdinand Steuck, Anne Meißner

    Innovative Hochschullehre auf dem digitalen Campus, Hildesheimer Universitätsschriften 44

    Working Out Loud™ ist ein Weiterbildungsangebot aus der Berufspraxis, in dem digitale Leitfäden Führungskräfte dabei begleiten, ihre Vernetzungskompetenz zu entwickeln. Vorarbeiten an der Universität Hildesheim zeigen, dass sich der Ansatz auch für die Lehre eignet, aber an sie angepasst werden muss. Der Beitrag berichtet von der Entwicklung eigener, daran angelehnter Kurse, stellt eine Notation für ihre Planung vor und gibt Empfehlungen, die sich bei einem Kurs zu Grundlagen der Forschungsmethodik bewährt haben.

    Link hilpub.uni-hildesheim.de/handle/ubhi/20040

  3. Einsatz von Sozialrobotern mit KI-Agenten in Wohnquartieren: Strukturierung des Forschungsfeldes

    Paul-Ferdinand Steuck, Daniel Bierschwale, Ralf Knackstedt

    HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

    Sozialroboter können KI-Agenten in Wohnquartieren eine physische Gestalt geben. Der Beitrag leitet aus fünf bestehenden Frameworks zehn Forschungsperspektiven für dieses Feld ab und lässt sie in einer Real-Time-Delphi-Studie von 43 Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis bewerten. Daraus entsteht ein Orientierungsrahmen für Forschung, Wohnungswirtschaft und Quartiersmanagement.

    DOI 10.1365/s40702-026-01300-0

  4. Exploring Informal Caregivers’ Experiences with a Context-Sensitive Voice-Based AI Companion

    David Walter, Paul-Ferdinand Steuck, Ralf Knackstedt

    Human Aspects of IT for the Aged Population, HCII 2026, LNCS 16736

    Pflegende Angehörige leisten einen Großteil der Langzeitpflege und finden oft nicht rechtzeitig Rat. Der Beitrag evaluiert einen ersten Prototyp eines KI-Begleiters, mit dem man spricht und der auf die jeweilige Situation eingeht. Interviews mit pflegenden Angehörigen zeigen, wie sie Nutzen, Verständlichkeit und das emotionale Erleben einschätzen, und geben Hinweise für eine menschenzentrierte Gestaltung solcher Begleiter.

    DOI 10.1007/978-3-032-30424-7_24

  5. Konferenzwissen im Dialog: ein KI-Companion für wissenschaftliche Tagungen

    Paul-Ferdinand Steuck, Dominik Dau, Michael Clasen

    46. GIL-Jahrestagung 2026

    Auf wissenschaftlichen Tagungen gilt es, in kurzer Zeit die passenden Beiträge zu finden und sich zu vernetzen, besonders in einem so vielfältigen Bereich wie der Landwirtschaft. Aufbauend auf einer Evaluation des Konferenz-Begleiters GilGPT entwickelt der Beitrag in zwei Durchläufen nach dem Ansatz der Design Science Research eine Architektur aus mehreren KI-Agenten. Ein Test mit 25 Autorinnen und Autoren der GIL-Tagungen 2023 bis 2025 zeigt genauere und inhaltlich tiefere Antworten als zuvor.

    DOI 10.18420/giljt2026_56

  6. LLMPT: A Template for Prompt Documentation in Scientific Publications

    Paul-Ferdinand Steuck, Daniel Bierschwale, Raphael Schmidt, Mohammad Shidujaman, Ralf Knackstedt

    Human-Computer Interaction, HCII 2026, LNCS 16703

    Wer in der Forschung generative KI nutzt, sollte Prompts, Modelle und Einstellungen nachvollziehbar dokumentieren. LLMPT ist eine Vorlage dafür, entwickelt aus einer systematischen Literaturrecherche und einer Sichtung gängiger Chat-Oberflächen und offener Sprachmodelle. Sie hält auch fest, wie sich Prompts und Modellversionen über die Zeit ändern, und wurde in einer Fokusgruppe mit Forschenden evaluiert.

    DOI 10.1007/978-3-032-29596-5_12

  7. Mapping the Problem Spaces for Novice Researchers in Conducting Systematic Literature Reviews

    Daniel Bierschwale, Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, David Walter, Ralf Knackstedt

    Hawaii International Conference on System Sciences, HICSS 2026

    Systematische Literaturrecherchen verlangen viel Erfahrung mit der Methode und dem Fachgebiet, und gerade Nachwuchsforschende fühlen sich davon oft überfordert. Aus Interviews mit ihnen leitet der Beitrag 17 Problemfelder ab, die bei einer solchen Recherche auftreten, besonders beim Aufbau des Suchstrings und bei der ersten Sichtung der Treffer. Die Ergebnisse sind eine Grundlage für gezielte Unterstützung und helfen, Schwierigkeiten schon bei der Planung zu erkennen.

    DOI 10.24251/hicss.2026.626

  8. On Selecting Chatbots Utilized by Small and Medium-Sized Enterprises: Evaluation of a New Taxonomy-Based Selection Metric for Generative AI Based on a Think-Aloud Study with Decision-Makers

    Firas Adleh, Niklas Kruse, Michael Rau, Paul-Ferdinand Steuck, Julius Schöning, Ralf Knackstedt

    IEEE International Conference on Human-Machine Systems, ICHMS 2026

    Für kleine und mittlere Unternehmen ist es schwer, unter den vielen Chatbots auf Basis generativer KI den passenden zu finden. Der Beitrag entwickelt eine Taxonomie, die die Merkmale solcher Chatbots ordnet, und prüft sie mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus solchen Unternehmen: In einer Think-Aloud-Studie suchten sie für vorgegebene Szenarien einmal mit der Taxonomie und einmal per Websuche nach einer Lösung. Die Ergebnisse fließen in die Gestaltung von Entscheidungshilfen ein, die technische Merkmale mit dem Nutzen für das Unternehmen verbinden.

    DOI 10.1109/ICHMS69701.2026.11602383

  9. Toward a Multi-Agent Architecture for GenAI-Powered Conference Companions

    Dominik Dau, Paul-Ferdinand Steuck, Maylin Wartenberg, Ralf Knackstedt

    Artificial Intelligence in HCI, HCII 2026, LNAI 16744

    Auf wissenschaftlichen Tagungen müssen Teilnehmende unter Zeitdruck Informationen aus Tagungsband, Zeitplan und Programm zusammensuchen. Aus zwei Durchläufen nach dem Ansatz der Design Science Research leitet der Beitrag sieben typische Informationsbedürfnisse ab und eine Architektur für KI-Begleiter: Ein zentraler Agent verteilt Fragen an spezialisierte Agenten, die jeweils auf eigene Datenquellen zugreifen. Die Architektur hängt an keiner bestimmten Technologie und dient als Bauplan für eigene Umsetzungen.

    DOI 10.1007/978-3-032-30860-3_15

2025

  1. Configurations of Digital Choice Environments: Shaping Awareness of the Impact of Context on Choices

    Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, Fabian Lang, Paul-Ferdinand Steuck, Marco Di Maria, Thorsten Schoormann, Ralf Knackstedt

    Wirtschaftsinformatik 2025

    Wie sich der Aufbau einer digitalen Entscheidungsumgebung, etwa eines Onlineshops, auf die Wahl der Nutzerinnen und Nutzer auswirkt, ist bisher kaum erforscht. Der Beitrag untersucht, ob Vorhandensein, Position und Wahrnehmung ihrer Bestandteile die Wahl und die Wirkung von Nudges verändern. Ein Onlineexperiment mit 421 Teilnehmenden in einem fiktiven Shop mit sechs Varianten zeigt vor allem, dass Vorhandensein und Position der Bestandteile die Entscheidungen prägen.

    Link hilpub.uni-hildesheim.de/handle/ubhi/19887

  2. Designing an AI companion to support informal caregivers in role transition: insights from a design science approach

    David Walter, Jennifer Pengel, Paul-Ferdinand Steuck, Marco Di Maria, Ralf Knackstedt, Anne Meissner

    BMC Nursing 24

    Viele pflegende Angehörige erkennen lange nicht, dass sie Pflege leisten, und finden deshalb spät zu Hilfsangeboten. Die Studie entwickelt einen Chatbot auf Basis von KI, der hilft, die eigene Rolle zu erkennen, die Situation zu reflektieren und passende Unterstützung zu finden. Interviews und Think-Aloud-Sitzungen mit Angehörigen führen zu sieben ersten Gestaltungsprinzipien für solche Chatbots.

    DOI 10.1186/s12912-025-03868-2

  3. Designing Anthropomorphic Conversational Agents to Enhance Laypeople’s Acceptance of Generative AI

    Paul-Ferdinand Steuck, Marco Di Maria, Daniel Bierschwale, Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, Ralf Knackstedt

    Artificial Intelligence in HCI, HCII 2025, LNAI 15820

    Viele Menschen zögern, generative KI zu nutzen, weil sie ihnen fremd ist. Aus vier Projekten mit menschenähnlich gestalteten Chatbots zeigt der Beitrag, dass Merkmale wie eine Persona, ein eigener Sprachstil, Emoticons oder kurze Antwortpausen den Einstieg erleichtern. Daraus leiten die Autoren fünf Gestaltungsprinzipien für Chatbots ab, die mit der wachsenden Erfahrung ihrer Nutzer mitgehen.

    DOI 10.1007/978-3-031-93415-5_17

  4. May I Speak to the Driver? Exploring Design Principles for a Virtual In-Vehicle Assistance System Applied in Road-Based Autonomous Public Transport

    Johannes Staritz, Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, Paul-Ferdinand Steuck, Amilia Fröhlich, Timo Strohmann, Maylin Wartenberg

    European Conference on Information Systems, ECIS 2025

    Autonome Fahrzeuge könnten den öffentlichen Nahverkehr stärken, doch ohne Fahrpersonal fehlt den Fahrgästen eine Ansprechperson. Der Beitrag untersucht virtuelle Assistenten im Fahrzeug, die diese Rolle übernehmen. Aus einem Workshop mit Fachleuten, einer systematischen Literaturrecherche und fünf Think-Aloud-Sitzungen entstehen Gestaltungsprinzipien für solche Assistenten.

    Link aisel.aisnet.org/ecis2025/hci/hci/1/

  5. Rethinking Digital Reading Support: Designing GenAI Companions for Unlearning Ineffective Reading Patterns

    Marco Di Maria, Paul-Ferdinand Steuck, Bijan Khosrawi-Rad, Daniel Bierschwale

    INFORMATIK 2025, LNI P-366

    Viele Studierende lesen wissenschaftliche Texte so, wie sie es aus dem Alltag gewohnt sind, und verstehen sie deshalb schlechter. Der Beitrag stellt einen virtuellen Begleiter auf Basis generativer KI vor, der hilft, solche Lesemuster zu erkennen, zu hinterfragen und abzulegen. Er entstand nach dem Ansatz der Design Science Research und wurde zweimal mit Studierenden mit unterschiedlichem Hintergrund evaluiert.

    DOI 10.18420/inf2025_94

  6. Towards GilGPT: an anthropomorphic conversational agent for accessible communication of agricultural research to farmers

    Dominik Dau, Paul-Ferdinand Steuck

    45. GIL-Jahrestagung 2025, LNI P-358

    Die Agrarforschung bringt viele Studien hervor, aber wenige verständliche Zusammenfassungen für die Praxis. Der Beitrag stellt GilGPT vor, einen menschenähnlich gestalteten Chatbot auf Basis eines Sprachmodells, der per Retrieval Augmented Generation auf eine Sammlung wissenschaftlicher Veröffentlichungen zugreift. Avatare und eine angepasste Sprache sollen Landwirtinnen und Landwirten den Zugang zu den Ergebnissen erleichtern und Forschung und Praxis ins Gespräch bringen.

    DOI 10.18420/giljt2025_19

  7. Towards Tool Support for Design Science Research Understanding of Novice Researchers

    Daniel Bierschwale, Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, Paul-Ferdinand Steuck, Ralf Knackstedt

    Learning and Collaboration Technologies, HCII 2025, LNCS 15807

    Design Science Research ist eine anspruchsvolle Methode, und Nachwuchsforschende verlieren bei der Fülle möglicher Vorgehensweisen leicht den Überblick. Der Beitrag leitet aus der Literatur Gestaltungsprinzipien für einen Chatbot auf Basis generativer KI ab, der beim Verständnis der Methode hilft. Ein Prototyp wurde mit sieben Nachwuchsforschenden in Think-Aloud-Sitzungen und Interviews evaluiert.

    DOI 10.1007/978-3-031-93567-1_3

2024

  1. From Hidden Care to Being Aware: Designing a Conversational Agent to Support Informal Caregivers in Seeking Assistance During Role Transition

    David Walter, Paul-Ferdinand Steuck, Marco Di Maria, Ralf Knackstedt

    INFORMATIK 2024, LNI P-352

    Viele pflegende Angehörige wachsen nach und nach in ihre Rolle hinein, ohne sie als solche zu erkennen, und nehmen deshalb keine Hilfe in Anspruch. Der Beitrag stellt einen Chatbot auf Basis von KI vor, der sie beim Übergang in die Pflegerolle begleitet und an passende Unterstützungsangebote vermittelt. Er entstand nach dem Ansatz der Design Science Research und verbindet Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft mit dem Verlernen überholter Rollenbilder.

    DOI 10.18420/inf2024_67

  2. Questionnaires in Design Science Research—A Systematic Overview

    Paul Steuck, Phillip Oliver Gottschewski-Meyer, Daniel Bierschwale, Ralf Knackstedt

    Wirtschaftsinformatik 2024, LNISO 84

    Wer in einem Design-Science-Projekt Daten erhebt, etwa per Umfrage, Fokusgruppe oder Delphi-Studie, braucht passende Fragebögen und Konstrukte. Gerade Nachwuchsforschende finden sich in der großen Auswahl schwer zurecht, und ein Fehlgriff kann ein ganzes Projekt gefährden. Der Beitrag gibt einen systematischen Überblick über die Fragebögen und Konstrukte, die in solchen Projekten verwendet werden, mit Visualisierungen der Daten, einem interaktiven Modell und einer Datenbank der Fragebögen.

    DOI 10.1007/978-3-032-08486-6_25

2023

  1. Auf dem Weg zu einer Kompetenz des Verlernens: Öffentliche Verwaltung für die Digitalisierung stärken

    Marco Di Maria, Daniel Bierschwale, Paul-Ferdinand Steuck, Ralf Knackstedt

    Rechts- und Verwaltungsinformatik, RVI 2023, LNI P-341

    Mit der Digitalisierung veraltet Wissen in der öffentlichen Verwaltung immer schneller, und gewohnte Arbeitsweisen passen nicht mehr zu neuen Aufgaben und Technologien. Der Beitrag definiert eine Kompetenz des Verlernens, prüft bestehende E-Government-Kompetenzmodelle darauf und schärft die Definition in Interviews mit sechs Verwaltungsmitarbeitenden. Handlungsempfehlungen zeigen, wie Beschäftigte diese Kompetenz in der Praxis entwickeln können.

    DOI 10.18420/rvi2023-016

  2. Entwicklung einer Prozessmodellierungssprache zur Unterstützung bei datenschutzrechtlicher Dokumentation

    Daniel Bierschwale, Paul-Ferdinand Steuck, Ralf Knackstedt

    Rechts- und Verwaltungsinformatik, RVI 2023, LNI P-341

    Die DSGVO verlangt, Prozesse zu dokumentieren, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, und das kostet in der Praxis viel Zeit. Der Beitrag entwickelt eine Sprache zur Prozessmodellierung, die das Erheben der nötigen Angaben vereinfacht. Grundlage sind eine Real-Time-Delphi-Studie mit Fachleuten und eine systematische Literaturrecherche, eine Evaluation schließt die Arbeit ab.

    DOI 10.18420/rvi2023-009

  3. Mitigating Educational Challenges Through Unlearning

    Marco Di Maria, David Walter, Paul-Ferdinand Steuck, Ralf Knackstedt

    Bildungstechnologien, DELFI 2023, LNI P-338

    Wissen wächst schnell und veraltet ebenso schnell. Das verunsichert alle, die an Hochschulen lernen, lehren oder sie mit Technik ausstatten. Das Positionspapier untersucht aus soziotechnischer Sicht, was Verlernen, also das bewusste Ablegen überholter Annahmen und Vorgehensweisen, zu den Herausforderungen in Lehre und Studium beitragen kann, und benennt zentrale Problemfelder für die weitere Diskussion.

    DOI 10.18420/delfi2023-38

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